Gemeindebrief
der Evangelischen Kirchengemeinden
Mahlow und Glasow

1.Quartal 2000

 
 

Kirche Glasow
Apostel Johannes (Foto von 1941)
 
 
Liebe ChristInnen in Mahlow und Glasow !

 

Die Jahreslosung für das nun vor uns liegende neue Jahr steht in dem Brief des Jeremia (Jer. 29,1-23) an die nach Babylon verbannten Judäer.

Gott spricht:"Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen" (Jer.29,13+14)

Die Jahre (597-587 v.Chr.), in denen Jeremia diesen Brief schrieb, waren Jahre eines "Zwischenzustandes". Es waren Jahre zwischen zwei Verbannungen bestimmter judäischer Bevölkerungsgruppen. Aber das kleine Königreich Juda bestand noch, den Verbannten ging es relativ gut und mit etwas Besinnung wäre viel zu retten gewesen.

 

Jeremia schreibt in seinem Brief an die Judäer, die nun in Babylon leben müssen. Sie sollen ihr Leben in der Fremde gestalten und Verantwortung übernehmen: "Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum Herren, denn wenn´s ihr wohlgeht, so geht’s auch euch wohl" (Jer. 29,7)

Auch in Verhältnissen, die ihnen widrig erscheinen, sollen sie Gottes Willen suchen und tun.

 

Jeremia konnte so schreiben und reden, weil ihm Weltreiche und nationale Eigenständigkeiten niemals letzte, abschließende Größen waren. Dazu hatte er zu viel Geschichte in der Gegenwart Gottes erlebt.

 

In diesen Jahren, die ein "Zwischenzustand" waren, konnte Jeremia Erfahrungen mit Gott formulieren, die in jüdisch-christliche Erfahrung eingehen sollten:

Einmal: Gottes Wille kennt keinen "Zwischenzustand". Er hat für jeden Tag und jede Lage, in die er schickt, eine ganze Verheißung.

Zum Zweiten: Den Juden in der Fremde war das Opfer verwehrt, das ihnen bis dahin wichtigster Bestandteil ihres Gottesdienstes war. Aber das Gebet hat freien Raum und ist nicht gebunden an heiliges Land und ehrwürdige Stätten.

 

Gott spricht: "Wenn Ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen" (Jer. 29, 13+14)

 

In herzlicher Verbundenheit

 

Ihr Pfarrer Semptner

 

 

 

 

Aktuelles aus der Gemeinde ...kurz notiert

 

Auch die Kirchengemeinden Mahlow und Glasow befinden sich in einem "Zwischenzustand". Pfarrer Foerster ging im vergangenen Jahr in den Ruhestand, und Pfarrer Schrimpf wurde nach kurzer Zeit der Vakanzverwaltung im Alter von 58 Jahren plötzlich heimgerufen. Dadurch ist Not entstanden für die Familie Schrimpf, aber auch in den Kirchengemeinden Rangsdorf und Mahlow/Glasow. Wir vertrauen auf Gottes Kraft, die in uns wirkt und größer ist als wir selbst.

 

Die Vakanzverwaltung hat nun Pfr. Gunther Semptner übernommen (Dorfstr. 24, 15831 Diedersdorf , Tel/FAX 03379-372161). Er ist Pfarrer im Sprengel Blankenfelde (Pfarramt Blankenfelde II) mit Schwergewicht auf die Kirchengemeinden Dahlewitz und Diedersdorf. Sie können ihn jederzeit anrufen oder bei Bedarf auch persönliche Termine vereinbaren.


 

Das Kollegium des Konsistoriums hat entschieden, uns von den Bewerbern Frau Pfarrerin Metzner für die Nachfolge in der Pfarrstelle zu präsentieren. Die dafür vorgesehene Predigt findet am 20.2. statt. An diesem Tag ist die Gemeinde gebeten, sich im Gottesdienst und ab 15 Uhr im Gemeindehaus Heimstättenstr. einen ersten Eindruck von Pfarrerin Metzner zu machen. Pfarrerin Metzner ist mit einem Theologen verheiratet und hat 2 Kinder (Jonathan 5 J.und Olivia 3 J.). Sie ist nach Studium in Berlin und Naumburg bis vor Kurzem im Erziehungsurlaub gewesen und derzeit als Pfarrerin im Entsendungsdienst in Zossen tätig. Ihre dortigen Schwerpunkte lagen zunächst in der Jugendarbeit und liegen jetzt in der Kinderarbeit mit z.B. Kindergottesdiensten, aber auch in der Seniorenarbeit. Auf Kreisebene leitet Pfarrerin Metzner einen Arbeitskreis zur Zurüstung für Ehrenamtliche, die im Besuchsdienst der Gemeinden tätig sind.


 

Unser Adventskaffee in Glasow war von zahlreichen Menschen besucht und eine richtig schöne Feier. Vielen Dank an Frau Krause und die Kinder, die den Nachmittag mit ihrer Darbietung verschönerten.

 

Auch zu den beiden Weihnachtsgottesdiensten in Mahlow konnten wir uns an den schönen modernen Krippenspielen mit der Gruppe von Frau Krause erfreuen. Ebenfalls auch dafür vielen Dank !

 

 

 

Gottesdienste in Mahlow

6.Februar ....................................................Pfr. Chudoba 10.30 Uhr

13.Februar...................................................Pfr.Wegmann 10.30 Uhr

20.Februar Präsentation von Pfrn.Metzner + Pfr.Semptner 10.30 Uhr

(anschließend:um 15. Uhr Gemeindehaus Heimstättenstr. : gegenseitiges Kennenlernen)

27.Februar (Abendmahl) .............................Pfr. Briesemeister 10.30 Uhr

5. März .........................................................Pfr. Chudoba 10.30 Uhr

12.März ........................................................Pfr. Kraatz 10.30 Uhr

19.März .....................................................Diakon H.Hartmann 10.30 Uhr

26.März (Abendmahl) ...................................Pfr.Chudoba 10.30 Uhr

2. April ..........................................................Pfr.Briesemeister 10.30 Uhr

9. April .......................................................... Pfr.Kraatz 10.30Uhr

16. April ........................................................Pfr.Semptner 10.30 Uhr

21.April (Karfreitag, Abendmahl) ..................Pfr.Chudoba 10.30 Uhr

23.April (Ostersonntag)..................................Pfr. Briesemeister 10.30 Uhr

30. April (Abendmahl) ....................................Pfr. Jaehnert 10.30 Uhr

 

 

Gottesdienste in Glasow (neue Anfangszeiten !)

 

6.Februar ....................................................................Pfr. Chudoba 9.00 Uhr

13.Februar.....................................................Pfr.Wegmann 9.00 Uhr

20.Februar Präsentation von Pfrn.Metzner + Pfr.Semptner 9.00 Uhr

(anschließend:um 15. Uhr Gemeindehaus Heimstättenstr. : gegenseitiges Kennenlernen)

27.Februar (Abendmahl) .............................Pfr. Briesemeister 9.00 Uhr

5. März .........................................................Pfr. Chudoba 9.00 Uhr

12.März ........................................................Pfr. Kraatz 9.00 Uhr

19.März ...................................................Diakon H.Hartmann 9.00 Uhr

26.März (Abendmahl) ............................... .Pfr.Chudoba 9.00 Uhr

2. April ..........................................................Pfr.Briesemeister 9.00 Uhr

9. April ......................................................... Pfr.Kraatz 9.00 Uhr

16. April ........................................................Pfr.Semptner 9.00 Uhr

21.April (Karfreitag, Abendmahl)...................Pfr.Chudoba 9.00 Uhr

23.April (Ostersonntag).................................Pfr. Briesemeister 9.00 Uhr

30. April (Abendmahl) ...................................Pfr. Jaehnert 9.00 Uhr

 

Sollte die Amtseinführung einer neuen Pfarrerin/Pfarrers innerhalb dieses Zeitraums erfolgen, übernimmt diese/dieser die Predigttermine selbst. Aktualisierungen werden abgekündigt und im Schaukasten veröffentlicht.

 

Amtshandlungen

 

Kirchlich bestattet wurden :

In Mahlow: Gertrud Beutler (75 J.)

 

Getauft wurden: Charlotte Schwuchow

Heike Köppe geb.Ludwig

 


Veranstaltungen und Termine

 

29.1.00, 11.00 –16.00 Uhr Regionaler Kindertag für Kinder der Christenlehre

Ort. Blankenfelde, Dorfstr. 21 (gegenüber der Kirche)

 

26.3.00 ,17.00 Uhr in der Dorfkirche Glasow : Musikabend (Näheres in der Presse)


  Regelmäßige Arbeitszweige

 

Christenlehre Frau E. Krause (Katechetin) ............................................... Tel.: 373707

Jeden Mittwoch ab 14.45 Uhr im Gemeindehaus Mahlow

 

Mutter-Kind-Gruppe Bei Frau Quander ................................................... Tel.: 59556

Jeden Freitag 10 Uhr im Gemeindehaus Mahlow Heimstättenstr. 5

 

Jugendarbeit im Kirchenkreis, Diakon Thomas Hartmann.........................Tel.: 38857

und Katechetin Monika Semptner ............................. Tel.: 372161
Junge Gemeinde "Die Donnerstagsgruppe" trifft sich jeden
Donnerstag 19.00-21.00 Uhr in Blankenfelde, im Jugendraum,

Dorfstr. 21 (Tel.: 372778)

2) "Offener Kreis" immer freitags ab 18 Uhr auch Dorfstr. 21

 

Religionsunterricht....findet in den Grundschulen in Glasow und Mahlow statt. Eltern können ihre Kinder jederzeit anmelden

 

Konfirmandenunterricht, Pfr.Semptner.......................................................Tel.:372161

Im Gemeindezentrum Blankenfelde , Dorfstr. 21

Jeden Donnerstag: Klasse 7 um 16.30 Uhr, Klasse 8 um 17.30 Uhr

(Ausweichtermin Klasse 7: jeden Montag, 17.30 Uhr in der Dorfkirche Dahlewitz)

 

Seniorenkreis, Heimstättenstr. 5, bei Frau Jaehnert

Jeden 1.Dienstag im Monat , 14.30 Uhr im Gemeindehaus


Unser neuer Gemeindebrief erscheint diesmal mit einigen Seiten mehr Umfang. Da wir an alle Gemeindeglieder verteilen, freuen wir uns über weitere Helferinnen und Helfer. Zuschriften bitte an die Redaktion: Uwe Schüler, Stefan-Zweig-Str.19, Mahlow oder Gemeindebüro "Redaktion".

Impressum

Der Gemeindebrief erscheint im Geltungsbereich der Evangelischen Kirchengemeinden Mahlow und Glasow vierteljählich.
Auflage 1000 Stück, Anzeigenpreise für Werbung auf Anfrage

V.i.S.d.P.: GKR c/o Gemeindehaus Heimstättenstr. 5, 15831 Mahlow

Layout + Redaktion: U.Schüler, Stefan-Zweig-Str. 19, Mahlow,Tel/ FAX 370005

 


 

 

Chronik der Gemeinden (Teil 1)

 

In dieser Reihe wollen wir die Geschichte der Kirchen in Mahlow und Glasow näher darstellen. Der Ortschronist, Herr Christlieb Ludwig, stellt uns freundlicherweise seinen Fundus zur Verfügung. Dafür gleich am Anfang unseren herzlichen Dank.

 

Das Bild auf der Titelseite dieses Gemeindbriefes stammt aus dem Jahr 1941 und zeigt den Apostel Johannes. Diese Figur gehört in die Glasower Kirche. Es gab dazu noch eine zweite, die den Apostel Petrus darstellte. Diese und weitere Gegenstände wurden bei einem Einbruch im November 1991 gestohlen. Dazu gehörten die alte Altarbibel, die Kanne für das Taufwasser und das Kruzifix vom Altar. Der Kirche ist durch den Einbruch ein großer Verlust entstanden. Diese Gegenstände sind nicht wieder aufgetaucht.

 

In diesem ersten Beitrag wollen wir einige allgemeine Informationen geben. Die heutige Gemeinde Mahlow besteht aus ursprünglich zwei selbständigen Gemeinden. Dies waren die Gemeinden Mahlow und Glasow. Im Jahr 1950 wurden diese durch Gesetz der damaligen Regierung des Landes Brandenburg (Regierungsbeschluß zur Durchführung des Gesetzes über die Änderungen zur Verbesserung der Kreis- und Gemeindegrenzen vom 06. Juni 1950) zu einer Gemeinde mit dem Namen Mahlow zusammengelegt. Der Name Glasow hat sich bisher erhalten und war auch auf den Ortseingangsschildern des Dorfes Glasow bis 1998 noch zu finden. Heute wird der Name Glasow überwiegend für das Dorf benutzt. Die ehemalige Gemarkungsgrenze reicht jedoch weit bis an die Dresdner Bahn heran. So befindet sich die Verkaufseinrichtung der BHG auf Glasower Territorium und auch die ehemalige Gaststätte Florapark gehörte zu Glasower Gemarkung. Etwa der Verlauf der heutigen Rathenaustraße bildete die westliche Grenze von Glasow im heutigen Gemeindegebiet.

In beiden Gemeinden gab es je eine evangelische Kirchgemeinde, die unterschiedliche Entwicklungen durchlebten. Jede Gemeinde hatte und hat ihren eigenen Gemeindekirchenrat. Der Zwangszusammenschluß der beiden politischen Gemeinden führte nicht zu einem Zusammenschluß der Kirchgemeinden. Diese sind heute noch selbständig.

 

Die Geschichte der Kirchgemeinde Glasow und ihrer Kirche ist bislang umfangreicher erforscht. Die Geschichte der Kirche Mahlow befindet sich in der Aufarbeitung. Deshalb beginnen wir die Reihe zur Geschichte der Gemeinden mit Glasow.

Glasow wird erstmalig 1375 als Glase erwähnt. In diesem Jahr ist also das 625 jährige Jubiläum der ersten Ortserwähnung. Der Ort selbst wird wohl älter sein. Es hatte zur damaligen Zeit 43 Hufen. Die Hufe ist ein altes Flächenmaß und hatte zwischen 7,5 und 15 ha. Im Verlauf der Jahrhunderte hatte das Dorf verschiedene Besitzer. Im Jahr 1652 waren außer dem Hof des Schulzen alle Bauernhöfe wüst, die Kossätenhöfe aber besetzt. Dies waren die Auswirkungen des 30-jährigen Krieges.

Die jetzt vorhandenen frühesten Aufzeichnungen zur Kirche Glasow stammen aus dem Jahr 1600. In diesem Jahr legte Pastore Ern. Christian Gabatt das Buch "Kirchenrechnung zu Glasowi im Filiall" an. Glasow hatte keinen eigenen Pfarrer, sondern wurde von Jühnsdorf aus betreut. Es enthält die Kirchenrechnung von 1600 bis 1793 und das Kirchenregister ab 1688.

Es ist schon ein eigenartiges Gefühl ein solches Buch in den Händen zu halten und noch schwieriger es zu lesen. Wir wollen nun ein wenig darin blättern. So finden wir im Jahr 1603, daß die Kirchhofmauer (nicht die heutige, sondern ein Vorgänger) ausgebessert wurde und 1605 wurden Dachsteine und Kalk gekauft, was auf eine Ausbesserung des Kirchendaches schließen läßt.

Im Jahr 1611 finden wir den Hinweis, daß Pfarrer Christian Gabatt aus der deutschen Bibel, die in der Kirche war, alle Sonntage ein Kapitel vorzulesen hatte.

Aus der Bibel wird auch heute noch am Sonntag vorgelesen. Sie sind herzlich eingeladen, sich selbst einen Eindruck von unseren Kirchen zu machen.

Fortsetzung folgt.

Hans-Walter Ludwig

 

 

.....aus dem Kirchenkreis

 

Die Vakanzverwaltung für den Superintendenten unseres Kreises nimmt Pfr. Petzold aus Löwenbruch war.


 

Nach den aktuellen Zahlen unserer Kirche hat sich unsere Gemeindegliederzahl von 1998 zu 1999 stark entwickelt. Gem. Rundschreiben des Konsistoriums Ref.1.4 vom 20.10.99 mit Stand vom 1.4.99 sind dies die aktuellen Gemeindegliederzahlen , in Klammern die Zahlen von 1998:

Mahlow 1324 ! (928), Glasow 450 (450), Blankenfelde 1870 (1802), Jühnsdorf 55 (55), Dahlewitz 375 (412), Diedersdorf 263 (317)

 

 

...aus der Landessynode und Landeskirche

Wir zitieren aus dem Synodenwort unseres Bischhofs Dr. Huber:

... Was ist der wahre Schatz der Kirche? Schon Martin Luther hat in den 95 Thesen so gefragt. Seine Antwort heißt: "Der wahre Schatz der Kirche ist das hochheilige Evangelium von der Herrlichkeit und Gnade Gottes."

 

Auch im Blick auf die Jahrtausendwende haben wir in der Kirchenleitung unser Augenmerk vor allem anderen auf die Frage gelenkt, was der uns anvertraute Schatz ist, worin wir den Inhalt des Evangeliums sehen, das wir unseren Mitmenschen weitersagen wollen. In zehn Absätzen haben wir so knapp wie möglich formuliert, was uns an unserer Existenz als Christen und an der Gemeinschaft in unserer Kirche heute und morgen wichtig und kostbar ist. Das ist nicht ein neues Bekenntnis, das neben die alten treten sollte. Es ist eine "Rechenschaft über die Hoffnung, die in uns ist" (1. Petrus 3,15). Indem wir diesen Versuch unternommen haben, wollen wir andere ermutigen, ähnliches zu versuchen. Dieses "missionarische Plakat" unserer Kirche liegt vor Ihnen. Sein Titel heißt: "Christ-sein an der Schwelle zum 21. Jahrhundert". Seine zehn Absätze heißen so:

"An der Schwelle zum 21. Jahrhundert fragen viele: Was kommt auf uns zu? Woran sollen wir uns ausrichten? Welche Werte sind wichtig? Woran Christen sich halten und was sie trägt, sagen wir weiter in der Gewissheit, dass es für alle Menschen heilsam ist.

1.Christen vertrauen auf Gott, den Schöpfer allen Lebens. Bei ihm suchen sie Wahrheit und erfülltes Leben. Ihr Glaube befähigt sie zu einem Leben, in dem die Hoffnung größer ist als die Angst.

2.Christen halten sich zu Jesus Christus. Sein Leben ist Gottes Liebeserklärung an die Welt. Auch angesichts von Bedrohungen vielfältiger Art ist der christliche Glaube

lebensbejahend und menschenfreundlich.

3.Christen hoffen auf Gottes lebendigen Geist. Er bewegt und erneuert. Er macht frei. Darum treten Christen dafür ein, dass nichts Menschliches vergöttert wird - weder Rasse noch Nation, weder Fortschritt noch Erfolg, weder Leistung noch Macht noch Gewinn.

4.Christen halten daran fest, dass alle Menschen als unverwechselbare Geschöpfe Gottes geachtet werden. Kein Mensch ist mit seinen Taten oder Untaten, mit seiner Leistung oder seinen Fehlleistungen gleichzusetzen. Das ist der Kern aller Menschlichkeit in der Gesellschaft.

5.Christen können Schuld bekennen und um Vergebung bitten. Darin gründet ihre Freiheit. Aus dieser Freiheit fließt die Bereitschaft, Verantwortung für sich und für andere zu übernehmen.

6.Christen vertrauen darauf, dass Gottes Liebe sie über den Tod hinaus trägt und ihrem Leben Sinn gibt, auch wenn ihr Weg durch Krisen und Leiden führt. Sie erwarten die neue Welt Gottes und mit ihr die Antwort auf ungelöste Fragen.

7.Christen wollen zur Achtung unter den Menschen, zur Gerechtigkeit und zum Frieden beitragen. Sie setzen sich für ein gerechtes Miteinander von Frauen und Männern, von Jungen und Alten ein. Sie widersetzen sich der wachsenden Ungleichheit in der einen Welt.

8.Christen leben vom Erbarmen Gottes. Darum treten sie für Rücksicht gegenüber Schwächeren und das Recht von Fremden ein. Sie unterstützen Chancen eines Neuanfangs für die, die schuldig geworden sind oder sich verrannt haben.

9.Christen wissen sich als Teil von Gottes Schöpfung. Sie bemühen sich, pfleglich mit ihrer natürlichen Umwelt umzugehen. Sie tragen Sorge für die Umwelt der nachfolgenden Generationen.

10.Christen sind angewiesen auf die Gemeinschaft in der Kirche. In der Begegnung mit der christlichen Botschaft finden sie Rückhalt und Orientierung im Leben und im Sterben. Diese Botschaft weiterzusagen, sind sie beauftragt. Die Kirche bietet allen Menschen Raum für Stille und Besinnung, für Feier und Aktion, Begegnung und Dialog."

Unser Wunsch und unsere Hoffnung ist, dass dieser Text in den Gemeinden und in der Öffentlichkeit als Anstoß wahrgenommen und als Anregung vielfältig genutzt wird. Gegenüber manchen Stimmen, die das Glaubenszeugnis unserer Kirche für undeutlich halten, sprechen wir unzweideutig aus, was uns wichtig ist. Gegenüber der Neigung, den christlichen Glauben als rückständig und die Religion im Allgemeinen als überholt anzusehen, machen wir deutlich, dass die Offenheit für Gott und die Menschlichkeit in einer Gesellschaft zusammengehören. Gegen alle Tendenzen, den Übergang zu einem neuen Jahrhundert als Ereignis ohne Inhalt, als Happening ohne Tiefe zu gestalten, setzen wir ein bewusstes Gegengewicht: Wir geben Auskunft darüber, wo wir stehen und worauf wir hoffen. In dem Nachdenken darüber hat sich uns bestätigt, dass das Evangelium von Gottes Herrlichkeit und Gnade der kostbarste Schatz unserer Kirche ist.

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Diese Synode wird sich mit der Vorlage: "Im Blickpunkt: Kinder" befassen. Wahrnehmungen, Leitlinien und Leitfragen zur gemeindlichen Arbeit mit Kindern werden in ihr dargelegt. Sie ist aus einem intensiven Diskussionsprozess entstanden; und sie soll einen lebhaften Konsultationsprozess in unseren Gemeinden auslösen. .... Bei diesem Thema hoffe ich ganz besonders darauf, dass Gemeinden und Kirchenkreise diese Chance nutzen. "Im Blickpunkt: Kinder" unterstreicht, dass die Zuwendung zur Generation der Kinder und Jugendlichen für die Kirche Jesu Christi eine hohe Priorität hat. In jedem Kind tritt uns Gottes Schöpferwille in überwältigender Deutlichkeit entgegen: Gott will, dass der Mensch neu wird; in jedem Kind erleben wir besonders deutlich, was es heißt, ein Geschöpf Gottes zu sein. Kindern muss deshalb unsere besondere Zuwendung gelten, in der Gesellschaft ebenso wie in der Kirche. Der erste Ort, an dem die kirchliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geschieht, ist die Gemeinde. Es ist an der Zeit, dass wir dieser gemeindlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unsere volle Aufmerk-samkeit zuwenden. Die Christenlehre und andere Formen dieser Arbeit sind kostbar; sie müssen bewahrt, sie müssen aber auch weiterentwickelt werden. Wir müssen bewährte Formen nutzen und neue Formen entwickeln, in denen Kinder dem Evangelium begegnen und in der Gemeinde heimisch werden können. Im Übergang von der Kindheit zur Jugend kommt dem konfirmierenden Handeln eine Schlüsselbedeutung zu. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland hat vor kurzem zwölf Thesen zur Jugendweihe/ Jugendfeier und ihrem Verhältnis zur Konfirmation vorgelegt. "Jugendliche begleiten und gewinnen" heißt der Titel. Diese Thesen machen den Unterschied zwischen unserem konfirmierenden Handeln und den Jugendweihefeiern nachdrücklich deutlich. Bei ihnen handelt es sich um ein punktuelles Ereignis; die Konfirmation dagegen sehen wir in einen Zusammenhang eingebettet, der mit der gemeindlichen Kinderarbeit beginnt und sich in den Angeboten der Jugendarbeit beziehungsweise der Jungen Gemeinde fortsetzt. Es ist wichtig, dass wir dieses eigenständige kirchliche Angebot Kindern nahe bringen; vor überzogenen Anforderungen - beispielsweise einem dreijährigen Konfirmanden-unterricht - sollten wir uns dabei ebenso hüten wie vor Bagatellisierungen. In jedem Fall behält die Konfirmation ihre eigene Bedeutung und ihr eigenes Gewicht. Eine "Konfirmation light", die sich auf die Ebene der Jugendweihe/Jugendfeier begibt, wird es in unserer Kirche nicht geben. Aber die Weiterentwicklung unseres konfirmierenden Handelns ist notwendig. Deshalb hat die Kirchenleitung im Anschluss an die Überlegungen zur gemeindlichen Arbeit mit Kindern einen Arbeitsprozess zum konfirmierenden Handeln angestoßen, über den bei nächster Gelegenheit zu berichten ist. An der vorrangigen Bedeutung der gemeindlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kann es keinen Zweifel geben. Alle Bemühungen im Bereich des Religionsunterrichts sind darauf bezogen; aber sie können und sollen die Arbeit in der Gemeinde nicht ersetzen.

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Zum ersten Mal in ihrer Geschichte haben die 24 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland sich zu einer gemeinsamen öffentlichen Aktion zusammengetan: "Ohne Sonntag gibt's nur Werktage... Es geschieht nicht aus kirchlichem Eigeninteresse, wenn wir uns gegen solche Vorhaben zur Wehr setzen. Es geschieht im Interesse der Gesellschaft und ihrer Sozialkultur, es geschieht im Interesse des Gemeinwohls. Wir wissen: Der wichtigste Beitrag der Kirche zur Kultur des Sonntags besteht darin, wie wir in den Gemeinden den Sonntag gestalten und wie wir ihn als Christen begehen. Dass der Gottesdienst für Christen die Mitte des Sonntags ist und es in wachsendem Maß wieder wird, hängt entscheidend von der Qualität unserer Gottesdienste und von unserer Einladung in offene Kirchen ab. Aber der Sonntag hat zusammen mit dieser gottesdienstlichen auch eine unmittelbar soziale Bedeutung. Wenn der Vater seinen Sonntag am Montag, die Mutter am Mittwoch, die Kinder aber am Sonntag haben, dann entfällt der Sonntag für diese Familie ganz. Man soll nicht auf der einen Seite einen pfleglichen Umgang mit der Familie auf seine Fahnen schreiben und andererseits das Leben in Familien fortwährend erschweren. Es ist zugleich nicht so, dass der Sonntag nur für das Zusammenleben im traditionellen Familienverbund notwendig und sinnvoll ist. Vielmehr erweist sich gerade heute der tiefe Sinn einer Institution, die auf die kollektive Unterbrechung des Arbeitszwangs gerichtet ist. Das gehört zum ursprünglichen Sinn des Sabbat. Die christliche Tradition hat dem die Bedeutung des Sonntags als Herrentag hinzugefügt. Er ist ein Tag, dessen besonderer Freiraum nicht nur der Beschäftigung mit sich selbst und dem Gespräch mit anderen Menschen, sondern zugleich dem Hören auf Gottes Wort und dem Gespräch mit Gott gewidmet ist. Es ist geradezu eine Pflicht der Kirche, diese Tradition offensiv zu verteidigen und sich nicht in einen Schmollwinkel zurückzuziehen. Sonntagsarbeit ist auf diejenigen Bereiche zu beschränken, die um des Gemeinwohls willen, zur Unterstützung von Hilfsbedürftigen, im Blick auf die sinnvolle Gestaltung der freien Zeit, wegen unabweisbarer wirtschaftlicher Notwendigkeiten und nicht zuletzt auch um des Gottesdienstes willen notwendig sind. Darum arbeiten wir in der Kirche am Sonntag. Wir tun es, damit dieser Tag geheiligt wird. Von ihm soll humane Qualität in alle Tage der Woche hinein ausstrahlen. So verstehen wir den Auftrag der Kirche. (die Redaktion, aus www.ekibb.com)

 

Synodenbeschluß betr. Soziale Lage von Flüchtlingen (Auszug)

Die Landessynode ist besorgt über die soziale Lage der Flüchtlinge. Sie sieht die Abdrängung der Flüchtlinge an den äußersten gesellschaftlichen Rand als eine wichtige Ursache für Fremdenfeindlichkeit und rassistische Gewalt in unserer Gesellschaft an. Gegenseitige Toleranz und Respekt können nicht auf der Grundlage von Ausgrenzung und unter der Verletzung sozialer Prinzipien gedeihen.

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...aus der Ökumene (Pfr.Kraatz, Direktor der Gossner Mission)

Erlassjahr 2000 - Schuldenstreichung für die armen Länder

Pfarrer Kraatz berichtet aus der Erfahrung der Gossner Mission in Sambia

 

Bei meinem letzten Besuch in Sambia ist mir aufgefallen: Viele Kinder spielen vor ihren Hütten, warum gehen sie nicht zur Schule? Die Menschen kommen enttäuscht von der kleinen Klinik in unserem Projektzentrum zurück, sie haben sich Geld geborgt, aber es gibt keine Medizin. Die Seuchen, die Begleiter der Armut, die besiegt schienen, kehren zurück. Wieder haben Leute in "unseren" Dörfern Arbeit verloren, wieder sind die Preise für Maismehl und Zucker hoch gegangen.

Wie können die Menschen das alles noch überleben?

Seit 3 Jahrzehnten organisiert die Gossner Mission Entwicklungsprojekte in Sambia, arbeitet mit Menschen in ländlichen Gebieten. Nach der Unabhängigkeit Sambias im Jahr 1964 war es dem Land und den Menschen immer besser gegangen. Sambia war ein Musterland guter Entwicklung. Aber seit einiger Zeit geht es rapide abwärts. Die Fabriken stehen still, nur wenige Menschen haben einen Arbeitsplatz, viele Kinder können nicht mehr zur Schule gehen, Kranke die Gebühren nicht bezahlen, die Krankenhäuser keine Medizin ausgeben... Warum?

 

Die Ursache für die steigende Armut in Sambia liegt in der Verschuldung des Landes. Die Schuldenlast ist dreimal größer als das gesamte Bruttoinlandsprodukt. Der Staat muss seine Ausgaben z.B. für Gesundheitsdienste und Erziehungswesen auf ein Drittel der bisherigen Ausgaben senken, um wenigstens den Schuldendienst, also vor allem die Zinsen zahlen zu können. Allerdings ist auch klar: Sambia wird niemals in der Lage sein, diese Schulden abzutragen. Und so geht es vielen Ländern, vor allem in Afrika. Da rufen Menschen überall in der Welt nach einer vollständigen Streichung der Schulden, die auf bestimmten Ländern lastet und sie erdrückt. Christen haben sich international zusammengetan und das Jahr 2000 zum Jubeljahr ausgerufen. Sie folgen einem Gebot des Alten Testamentes, wonach in bestimmten Zeitabständen dieses Jubeljahr, ein Jahr des allgemeinen und vollständigen Erlasses aller Schulden und Sklavendienste ausgerufen und durchgeführt werden soll. Das Gesetz wird im 3. Buch Mose, Kapitel 25 und im 5. Buch Mose, Kapitel 15 zitiert. Es gehört zu den aufregendsten Gesetzeswerken der Menschheit.

Die Gossner Mission ist Mitglied in dieser großen weltweiten "Kampagne 2000". Diese hat ein detailliertes Programm über die Streichung der Schulden und die Verwendung der freiwerdenden Gelder für die Armutsbekämpfung in den betroffenen Ländern vorgelegt. Im vergangenen Jahr hat sie 17 Millionen Unterschriften zugunsten der Schuldenstreichung an Bundeskanzler Schröder übergeben, als er die Finanzkonferenz der großen Wirtschaftsländer in Köln eröffnet hat. Diese Konferenz der G 7 in Köln hat sich auf das Thema eingelassen und eine teilweise Streichung beschlossen. Aber das wäre viel zu wenig und viel zu langsam. Die Kampagne und ihre Grundidee, mit dem Jubeljahr 2000 Gottes Gebot von Gerechtigkeit auch im internationalen Wirtschaftsleben durchzusetzen, muss weitergetragen werden. Könnten sich nicht auch die Gemeinden von Mahlow/Glasow, Diedersdorf, Blankenfelde, Jühnsdorf und Dahlewitz daran beteiligen?

Pfarrer Gottfried Kraatz

 

 

 

 

 

Adressen

 

Pfarrer Semptner ..................................................................Tel.: 372161

Büro der Gemeinde: Heimstättenstr. 5 ,15831 Mahlow.........Tel: 374407

Fr.Jaehnert: Die. 9-13.00 Uhr , Do 14.30-18.30 Uhr

 

Friedhofsverwaltung: Dorfstr. 2 , 15831 Mahlow,..................Tel: 39250

Frau Damm: Mo-Sa 9.00 – 13.00 Uhr

 

Gemeindekirchenrat:

 

Mahlow:

Erika Damm ..........................................................................Tel.: 39250

Christian Geßner...................................................................Tel.: 372583

Klaus Kühnert (zugleich im Kreiskirchenrat)..........................Tel.: 39200

Michael Reichel ....................................................................Tel.: 374880

Erhard Zielke ........................................................................Tel.: 372228

 

Glasow:

Helga Bibow ..........................................................................Tel.: 38455

Hans-Walter Ludwig ............................................................ Tel.: 376896

Christine Philipp ....................................................................Tel: 39933

Rosemarie Rauhut ................................................................Tel.: 373400

Margot Wargenau .................................................................Tel.: 38144

 

Gruppen und Initiativen der Gemeinde:

Christenlehre: Frau Krause (Mi ab 14.45 Uhr )....................Tel: 373707

Mutter-Kind-Gruppe:Frau Quander ........................................Tel: 59556

Seniorenkreis : mit Frau Jaehnert , Auskunft im Büro der Gemeinde

Kirchliches Verwaltungsamt Berlin-Süd .........................Tel:030-68904-0

Superintendentur Zossen............................Tel.03377-3356-10 , Fax -12

 

Spendenkonto : Kto.- Nr. 53180 Blz: 100 602 37 bei der EDG Berlin

Empfänger: KKV Berlin-Süd für KG Mahlow-Glasow

" Zweck: Spende für ......" (z.B.Gemeindebrief, Kinderarbeit, Musik, etc.)

 

Gemeindekirchgeld : Nr. 53180 Blz: 100 602 37 bei der EDG Berlin

Empfänger: KKV Berlin-Süd für KG Mahlow-Glasow

"Zweck: Gemeindekirchgeld Mahlow/Glasow"

 

Spendenquittungen erhalten Sie am Ende des jeweiligen Jahres.