Gemeindebrief
der Evangelischen Kirchengemeinden
Mahlow und Glasow

2. Quartal 2000

 
 

Wird nachgereicht

 

Kircheninnenraum Mahlow um 1905

 

"Seid allezeit bereit, jedermann Rede und Antwort zu stehen, der wegen der Hoffnung, die euch beseelt, Rechenschaft von euch fordert." (1.Petrus 3,15 Monatsspruch Mai, Übers. U.Wilkens)

 

Liebe Leserin, lieber Leser in Mahlow und Glasow !

Wie heißt die Hoffnung, die Christen beseelt ?

Der Verfasser des 1.Petrusbriefes versucht die Antwort zu geben, indem er einen frühchristlichen Hymnus zitiert. Wir lesen ihn in Vers 18:

"Auch Christus ist einmal der Sünden wegen gestorben,

der Gerechte für die Ungerechten,

um uns zu Gott zu führen;

leiblich war er zu Tode gebracht,

geistlich aber zum Leben erweckt."(1.Petr.4,18)

Das ist ein Blick in die Theologie der frühen Christenheit. Ich versuche das mit meinen Worten heute so auszudrücken:

Gott führt einen Kampf gegen das Böse,

gegen die Lieblosigkeit und Selbstbezogenheit,

der so hart ist ,

daß sein eigener Sohn darin fiel.

(n.b. "Sohn Gottes", weil Gott sich selbst, seinen Willen und seine Maßstäbe, in Jesus vorgelebt hat)

Die Auferweckung Jesu,

die Erscheinung des Auferstandenen vor Jüngerinnen und Jüngern,

sind das "Siegel" Gottes unter die Botschaft Jesu:

Die Sache Jesu geht weiter !

Ich glaube, daß das die Hoffnung ist, die durch Jesu Geburt, Leben, Leiden,Sterben und Auferweckt werden in Gang gebracht wurde und die uns "beseelen" möchte. Wir Christen sollen allezeit bereit sein, jedermann Rede und Antwort zu stehen, der über diese Hoffnung Rechenschaft fordert. Das heißt nicht, daß wir allezeit und überall den Herrn Jesus auf unseren Lippen tragen – das kann penetrant und abstoßend sein. Das heißt aber, daß wir aufgerufen sind, diese Hoffnung sichtbar zu leben.

Eine Faustregel hierzu lautet: "Rede nie, ohne daß du gefragt wirst, aber lebe immer so, daß du gefragt wirst"

Über unser versuchtes Leben als Christengemeinde, über unsere Pläne, Hoffnungen und Termine will dieser "Gemeindebrief" Auskunft geben - das Gelingen möge Gott der Herr geben.

Ihr Pfarrer Semptner

 

Aktuelles aus der Gemeinde ...kurz notiert

Nach den Vorstellungspredigten und dem sehr fröhlichen Nachmittag des Kennenlernens im Gemeindehaus wurde Pfarrerin Mechthild Metzner als Pfarrerin für Mahlow bestätigt. Dienstantritt mit erster regulärer Predigt ist der 2.7.00. Anmeldungen für neue Konfirmanden werden daher ab sofort wieder im Gemeindebüro Mahlow entgegengenommen !


Nach Beschluß der Landessynode wird zu Ostern in allen Gemeinden unserer Kirche das neues Gottesdienstbuch eingeführt. Dieses löst die bisherige Agenda als Anleitung für Liturgie ab. Das neue Gottesdienstbuch wurde

gemeinsam mit anderen Landeskirchen innerhalb der Evangelischen Kirche der Union über einen Zeitraum von fast 10 Jahren entwickelt.


Leider mußten wir nach Vandalismus zum wiederholten Mal unsere Fenster in der Kirche Mahlow ersetzen.


Baubegehungen unserer beiden Kirchen ließen bei den Fachleuten keinen Zweifel, daß in erheblichem Maß saniert und repariert werden muß, auch im Orgelbereich. Der GKR muß nun die Fakten auswerten und unter Berücksichtigung der Kosten einen Zeitplan der Baumaßnahmen für die kommenden Jahre entwickeln.


Die Kreuzwegaktion des Kirchenkreises mit Kerzentausch führte die GKR Vertreter im Gegenbesuch nach Siethen und in die schöne Fontanestadt

Göben mit seiner stattlichen Kirche.

 

Amtshandlungen

Getauft wurden: Nicklas Hucke (in Blankenfelde)

Kirchlich bestattet wurden :

In Mahlow: Frau Ingrid Pfeiffer (64 J.)

Frau Frieda Prinz (90 J.)

In Glasow: Herr Reinhard Weigt (82 J.)

Unsere Konfirmanden : Marcel Hambloch, Tobias Klingebiel,

Katharina Schmans

Konfirmation am 14.5. wegen der Vakanzvertretung in diesem Jahr ausnahmsweise in der Kirche Blankenfelde

Goldene Hochzeit feierten am 24.3.00 in Glasow das Ehepaar Edith und Wilhelm Sauerwald. Wir gratulieren und wünschen weiterhin Gesundheit und Gottes Segen !

 

Gottesdienste in Mahlow

7.Mai (Abendmahl)................................Pfr. Semptner 10.30 Uhr

14.Mai ...................................................Pfr.Wegmann 10.30 Uhr

21.Mai ..............................................Pfr.Collatz (Ahrensdorf) 10.30 Uhr

28.Mai .........................................................Pfr. Kraatz 10.30 Uhr

1.Juni (Himmelfahrt) ................................... Pfr. Wegmann 10.30 Uhr

4.Juni (Abendmahl)......................................Pfr. R.Metzner 10.30 Uhr

11.Juni (Pfingsten) .........................Pfr.Dellbrück (Sperenberg) 10.30 Uhr

18.Juni .........................................................Pfr.Semptner 10.30 Uhr

25.Juni Kreiskirchentag in Zossen , auf Wunsch gemeinsame Abfahrt , Anmeldung vorab im Gemeindebüro

ab 2.Juli (Abendmahl) ..................................Pfrn.Metzner 10.30Uhr

à folgende Sonntage regelmäßig Gottesdienst mit Pfrn.Metzner

Abweichung: 16.7. Einführungsgottesdienst von Pfrn Metzner 14.00Uhr in der Kirche Mahlow ! (kein Vormittagsgottesdienst)

Gottesdienste in Glasow

7.Mai (Abendmahl).....................................Pfr. Semptner 9.00 Uhr

14.Mai .........................................................Pfr.Wegmann 9.00 Uhr

21.Mai ..............................................Pfr.Collatz (Ahrensdorf) 9.00 Uhr

28.Mai .........................................................Pfr. Kraatz 9.00 Uhr

1.Juni (Himmelfahrt) ................................... Pfr. Wegmann 9.00 Uhr

4.Juni (Abendmahl)......................................Pfr. R.Metzner 9.00 Uhr

11.Juni (Pfingsten) .........................Pfr.Dellbrück (Sperenberg) 9.00 Uhr

18.Juni ......................................................Pfr.Semptner 9.00 Uhr

25.Juni Kreiskirchentag in Zossen, auf Wunsch gemeinsame Abfahrt , Anmeldung vorab im Gemeindebüro

ab 2.Juli (Abendmahl) ....................................Pfrn.Metzner 9.00 Uhr

à folgende Sonntage regelmäßig Gottesdienst mit Pfrn.Metzner

Abweichung: 16.7. Einführungsgottesdienst von Pfrn Metzner 14.00Uhr in der Kirche Mahlow ! (kein Vormittagsgottesdienst)

 

Veranstaltungen und Termine

        1. 17.oo Uhr Kirche Mahlow: "Musica la Gamba" spielt klassische

Instrumente

15.5. 19.00 Uhr Dreifaltigkeitskirche Zossen "Wege zu Bach"

25.6. ab 14.00 Uhr Kreiskirchentag in Zossen (mit Gottesdienst, Straßenzirkus von Gemeindegliedern organisiert, Trödelmarkt, Aktion "Suche-Biete" und vieles mehr) auf Wunsch gemeinsame Abfahrt , Anmeldung vorab im Gemeindebüro

 

 

Regelmäßige Arbeitszweige

Christenlehre Frau E. Krause (Katechetin)....................... Tel.: 373707

Jeden Mittwoch ab 14.45 Uhr im Gemeindehaus Mahlow

Mutter-Kind-Gruppe nur auf Anfrage bei Frau Quander.... Tel.: 59556

Jugendarbeit im Kirchenkreis, Diakon Thomas Harmann Tel.: 38857

und Katechetin Monika Semptner ...................................... Tel.: 372161

  1. Junge Gemeinde "Die Donnerstagsgruppe" trifft sich jeden

Donnerstag 19.00-21.00 Uhr in Blankenfelde, im Jugendraum,

Dorfstr. 21 (Tel.: 372778)

2) "Offener Kreis" immer freitags ab 19 Uhr auch Dorfstr. 21

Religionsunterricht....findet in den Grundschulen in Glasow und Mahlow statt. Eltern können ihre Kinder jederzeit anmelden

Konfirmandenunterricht: Neuanmeldungen für Mahlow (Pfrn.Metzner) ab sofort wieder im Gemeindebüro

Pfr.Semptner..(Vakanzvertretung).........................................Tel.:372161

Im Gemeindezentrum Blankenfelde , Dorfstr. 21

Jeden Donnerstag: Klasse 7 um 16.30 Uhr, Klasse 8 um 17.30 Uhr

(Ausweichtermin Klasse 7: jeden Montag, 17.30 Uhr in der Dorfkirche Dahlewitz)

Seniorenkreis, Heimstättenstr. 5, bei Frau Jaehnert .

Jeden 1.Dienstag im Monat , 14.30 Uhr im Gemeindehaus

 

 

 


Impressum

Der Gemeindebrief erscheint im Geltungsbereich der Evangelischen Kirchengemeinden Mahlow und Glasow vierteljährlich.

Auflage 1000 Stück, Anzeigenpreise für Werbung auf Anfrage

V.i.S.d.P.: GKR c/o Gemeindehaus Heimstättenstr. 5, 15831 Mahlow

Layout + Redaktion: U.Schüler, Stefan-Zweig-Str. 19, Mahlow,Tel/ FAX 370005

Da wir an alle Gemeindeglieder verteilen, freuen wir uns über weitere Helferinnen und Helfer. Zuschriften bitte an die Redaktion: Uwe Schüler, Stefan-Zweig-Str.19, Mahlow oder Gemeindebüro "Redaktion".


 

 

Humor

Der Pastor besucht das Nachbardorf und will eine Abkürzung durch das Moor nehmen. Kaum ist er einen Schritt von der Straße weg, sinkt er ein. Er betet zu Gott um Hilfe. In diesem Moment kommt die Feuerwehr vorbei, hält an und fragt Hochwürden, ob sie ihm behilflich sein könne. Der Pastor lehnt ab, er verlasse sich auf Gott, und der werde ihm helfen. Nach einer Viertelstunde kommt die Feuerwehr wieder vorbei, der Pastor, inzwischen bis zur Hüfte eingesunken, betet noch immer. "Dürfen wir Ihnen helfen, Herr Pastor?" "Ich vertraue auf Gott und er wird mir helfen", antwortet dieser. Nach geraumer Zeit, der Pastor steckt nun bis zum Hals im Sumpf, fährt die Feuerwehr wieder vor und fragt: "Herr Pastor, jetzt ist es aber Zeit, wir wollen Ihnen helfen". "Nicht nötig, ich vertraue auf Gott", entgegnet dieser. Es kommt, wie es kommen mußte, der Pastor erwacht im Himmel. Enttäuscht macht er Gott den Vorwurf, daß er immer auf ihn vertraut habe, aber in der größten Not im Stich gelassen wurde. Gott entgegnet: "Aber mein Sohn, ich habe dir doch dreimal die Feuerwehr geschickt!"

Kinderseite

Wird nachgereicht

 

Chronik der Gemeinden (Teil 2)

Ein neuer Pfarrer – Joachimus Tile – hat 1640 den Pfarrsprengel Jühnsdorf und Glasow übernommen. Er schreibt, daß er 1640 das erste Mal in Glasow Kirchenrechnung gehalten hat und feststellen mußte, daß 1638/39 keine Kirchenrechnung durchgeführt wurde und auch die alten Kirchenvorsteher verstorben waren. Daher hat er mit noch lebenden Leuten, die von der Angelegenheit etwas wußten, die Kirchenrechnung in Ordnung gebracht. Er stellte fest, daß 1636 etwas an der Kirche "gebauet und gebessert" wurde. Leider schreibt er nicht, was gebaut wurde. Weil der Barvorrat an Geld der Kirche für diese Baumaßnahmen nicht reichte, hat der Müller der Kirche 15 Taler vorgestreckt. Der Müller mußte Pacht für die Mühle und sein Land bezahlen und so wurde diese Summe über Jahre verrechnet. Es ist also keine Erscheinung der Neuzeit, daß die Kirchenkassen leer sind.

1641 werden ein neuer zinnerner Kelch und eine Patene angeschafft. Ein Jahr später wird vermerkt, daß die Gelder der Kirche beim Müller verwahrt werden. Ein rotes Tuch wird 1646 angeschafft, daß "bei der communion zu gebrauchen" sei. Einnahmen aus dem Klingelbeutel werden erstmals 1652 erwähnt. Bereits 1641 wird aber schon Opfergeld abgerechnet.

1654 wurde eine weitere Reparatur der Kirche vorgenommen. Es sind größere Ausgaben für den Maurer, den Handlanger, Kalk, Farbe, 60 Hollsteine von der Blankenfelder Kirche und eine Tonne Bier vermerkt. Außerdem findet man noch die Position "1 Groschen, 9 Pfennige Bier beym Verdingen mit dem Maurer". 1658 erhielt der "abgebrannte Pfarrer von Lindenberg" 6 Groschen. Von 1666 bis 1670 finden wir Ausgaben für "abgebrannte und vertriebene Leute". 1663, 1672 und 1676 sind wieder Bauarbeiten an der Kirche vermerkt. 1678 und 1679 finden wir nochmals Ausgaben für vertriebene Leute aus Pommern und dem Havelland. Diese Vertreibungen hingen mit den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Königreich Schweden und dem Kurfürstentum Brandenburg zusammen.

Das Kirchengestühl wird 1693 erneuert. In diesem Zusammenhang ist eine Festlegung der beiden Patrone von Glasow, Ernst Ludwig von der Gröben und Georg von der Lieppen aus dem Jahr 1694 interessant. Da heißt es: "Ingleichen ist verabredet worden, daß diejenigen, welche hiesigen Ortes neu anbauen, sollen zum Kirchstühl, die voriges Jahr neu aufgebaut seyn, der Kirche geben 1 Thaler, gleich wie die Einwohner von Glasow schon vorher erlegt haben." Erstmals ist 1697 die Zahlung von 1 Thaler durch Hanß Kuhlmey für das Kirchengestühl vermerkt.

Fortsetzung folgt. Hans-Walter Ludwig

 

 

 

.....aus dem Kirchenkreis

Zur neuen Superintendentin des Kirchenkreises wurde von der Kreissynode Pfarrerin Katharina Furian (bisher Ev.KG Golzow, KK Oderbruch) gewählt.


Zu den laufenden Diskussionen zur sog. "Regionalisierung" (der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit) berichten wir in der nächsten Ausgabe unseres Gemeindebriefes.

 

 

...aus der Landessynode und Landeskirche

Aus dem Wort des Bischofs (in Auszügen, neue Rechtschreibung) .

..... Von den 1688 Gemeinden, die in unserer Kirche derzeit gezählt werden, liegen 230 in Berlin und 1458 in Brandenburg. Von diesen 1458 brandenburgischen Gemeinden haben 913 weniger als 200 Gemeindeglieder, davon 511 weniger als 100 Gemeindeglieder. Auch unter freikirchlichen Bedingungen müsste man eine Gemeinde mit weniger als 200 Mitgliedern als in ihrer Handlungsfähigkeit gefährdet ansehen. In unserem Bereich, in dem wir zwar nicht mehr von volkskirchlichen Zuständen ausgehen können, aber volkskirchliche Strukturen weitergeführt haben, gilt das erst recht.

In einer solchen Situation brauchen wir zuallererst eine Verständigung darüber, welche Erwartungen wir mit dem Begriff der Gemeinde verbinden. Unter einer Gemeinde, so lässt sich zunächst sagen, verstehen wir die Gemeinschaft von Christinnen und Christen an einem Ort oder in einer Region, die miteinander Gottesdienst feiern, eine Gemeinschaft, in der Kinder und Jugendliche im Glauben heranwachsen, die sich in Diakonie und Seelsorge ihren Mitmenschen zuwendet und die in ihrem Umfeld das Evangelium missionarisch weitergibt. Oder um dasselbe mit anderen Worten zu sagen: Es handelt sich um eine Gemeinschaft, die in ihrem Bereich das Evangelium in Gottesdienst und Unterweisung, in Diakonie und Seelsorge sowie im missionarischen Dienst bezeugt.

Ob Gemeinden in ihrer Praxis einem solchen Leitbild entsprechen, ist nicht allein eine Frage der zahlenmäßigen Größe. Und es entscheidet sich auch nicht allein an der Anzahl beruflicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aber in beiden Hinsichten gibt es eine kritische Grenze, unterhalb deren sich die genannten Aufgaben nicht mehr eigenständig wahrnehmen lassen. Den Konsequenzen aus einer solchen Feststellung sollten wir nicht ausweichen. Insbesondere dort, wo Gemeinden ihren Kernaufgaben aus eigenen Kräften nicht mehr nachkommen können, sollten sie den Schritt wagen, sich mit anderen zusammenzuschließen. Je länger desto deutlicher zeigt sich, wie unbefriedigend eine Entwicklung ist, in welcher zwar Pfarrerinnen und Pfarrer für eine wachsende Anzahl von Gemeinden zugleich verantwortlich sind, eine organische Verbindung zwischen diesen Gemeinden selbst aber unterbleibt.

Gemeinden sind Orte christlicher Beheimatung. Daraus erklärt sich der Wunsch, die historisch gewachsenen Strukturen zu erhalten. Die Gemeinde vor Ort ist der Identifikationspunkt, um dessentwillen viele in unserer Kirche zu freiwilligem Engagement bereit sind und insbesondere im Amt der Ältesten Verantwortung übernehmen. Gemeindezusammenschlüsse, so heißt die Sorge, untergraben beides: die gemeindliche Beheimatung vor Ort und das ehrenamtliche Engagement.

Die Bildung größerer Gemeinden in der Region aber hat ihren Sinn gerade darin, dass im Verbund einer größeren Zahl von Gemeindegliedern sich auch die Kräfte finden, die auf Zukunft hin ermöglichen, dass vor Ort Gottesdienst gefeiert, gemeindliche Kinder- und Jugendarbeit weitergeführt, helfendes Handeln geübt werden kann. Wenn das Netz der Präsenz vor Ort nicht reißen soll, dann ist ein solcher Schritt nötig. Nur mit Hilfe größerer Einheiten lässt sich dieses Netz bewahren. Dem dienen die in letzter Zeit beschlossenen Initiativen, mit denen die Kirchenleitung den Zusammenschluss von Gemeinden fördert. Dabei spielt die Hilfe bei der Entschuldung von Gemeinden eine besonders gewichtige Rolle.

Dass die Kirche "im Dorf bleibt", ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Menschen bereit sind, ehrenamtliche Verantwortung für die Gemeinde zu übernehmen. Eine solche Bereitschaft ist gerade in ländlichen Regionen weithin an die eigene Ortsgemeinde gebunden. So richtig diese Feststellung ist, so sehr ist der Zusatz nötig: Wenn in manchen Bereichen weniger Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeindekirchenrat gefunden werden, als zu wählen sind, dann muss man auch darin einen Hinweis auf die Notwendigkeit neuer Strukturen sehen. Die Bereitschaft, das Leben der Gemeinde vor Ort ehrenamtlich mitzutragen, muss auch dann zu gewinnen sein, wenn eine bislang rechtlich selbständige Gemeinde in einen größeren Verbund eingefügt wird.

Für unsere Kirche hat die Bereitschaft zu freiwilliger Beteiligung großes Gewicht. Dabei ist die Betonung des freiwilligen Engagements in der evangelischen Kirche nicht in der aktuellen Hochschätzung des "Ehrenamts" begründet. Sondern sie hat ihren Grund im Selbstverständnis einer reformatorischen Kirche. Diese ist biblisch begründet in dem Bild von der Kirche als dem Leib Christi, an dem jedes Glied eine unaufgebbare und unverzichtbare Funktion hat. Die Achtung vor den Gaben - den "Charismen" - der Gemeindeglieder gehört deshalb zu den Wesensmerkmalen der Kirche. Dass die Kirchen der Reformation sich am Priestertum aller Glaubenden orientieren, hat darin seinen Ursprung.

Die Grundordnung unserer Kirche zählt ausdrücklich auch die Ehrenamtlichen zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kirche. Das war eine bewusste und ungewöhnliche Entscheidung. Es entspricht weder dem Selbstverständnis noch der Wirklichkeit unserer Kirche, ehrenamtlich Tätige nur als Zuarbeitende oder untergeordnet Helfende zu verstehen. Es entspricht auch nicht dem Selbstverständnis, aber manchmal der Wirklichkeit unserer Kirche, wenn wir Pfarrerinnen und Pfarrer meinen, wir müssten immerzu stellvertretend für die Gemeindeglieder in ehrenamtlicher Verantwortung sprechen. Besser wäre es, zu freiwilligem Engagement zu ermutigen, es zu würdigen, zu begleiten und zu qualifizieren. Ich freue mich darüber, dass in wenigen Wochen für den Sprengel Berlin ein "Tag des Ehrenamts" durchgeführt wird. Solche Initiativen können auch ein guter Beitrag unserer Kirche für das "Jahr des Ehrenamts" sein, das für 2001 angekündigt ist. ......


Die Landessynode beschloss die unverzügliche Einrichtung einer "Schulstiftung der Evangelischen Kirche in Berlin Brandenburg" entsprechen dem Entwurf eines Kirchengesetzes und einer Satzung, die die Kirchenleitung der Synode vorgelegt hatte.


 

 

...aus der Ökumene (Pfr.Kraatz, Direktor der Gossner Mission)

ein Fastenbrief vom Aschermittwoch 2000 (neue Rechtschreibung)

"Ach Herr, lass doch deine Ohren aufmerken und deine Augen offen sein, dass du das Gebet deines Knechtes hörst!"

Liebe Leserinnen und Leser !

Heute schreibe ich Ihnen keinen Artikel aus der Ökumene, sondern einen Brief. Mit diesem Brief will ich Sie hier in Mahlow und Glasow in die große Gemeinschaft aller Menschen, die mit der Gossner Mission zu tun haben - Menschen in Deutschland, Osteuropa, Asien und Afrika - hinein stellen. Ich greife die Losung vom Weltgebetstag der Frauen auf, einen Ruf um Gebetserhörung. Und ich will Ihnen eine Geschichte dazu erzählen.

Es war in der großen neuen Township draußen vor Kapstadt, in den 80-iger Jahren, in den finsteren Zeiten der Apartheid. Bei meinen abendlichen Hausbesuchen konnte ich, wenn ich meine Nase gebrauchte, feststellen, in welchen Häusern nicht gekocht wurde – weil kein Geld da war. Beim ersten Mal brachte ich den großen Fisch, den ich frisch von einem Fischer an der Straße gekauft hatte, in das betreffende Haus. Aber das war doch keine Lösung des großen Problems der sozialen Unterschiede, die ja auch in dieser schwarzen Gemeinde herrschten. Eines Abends fügte ich in der Gebetsstunde eine Fürbitte für Familie F. ein, in der es heute keinen gedeckten Tisch und nichts zu essen gegeben hatte. Das löste zweierlei aus: Zum Einen machten sich nach der Gebetsstunde zwei der Frauen auf und brachten der Familie F. zu essen. Zum Anderen gab es eine Diskussion um Gebet und Gebetserhörung. Unser besonders strenger Ältester meinte, wir dürften das Gebet nicht dafür missbrauchen, uns gegenseitig Anträge für kleine Hilfsaktionen vorzutragen. Schließlich aber waren wir uns einige, dass das Gebet der Gemeinde auch eine Einübung in das Hören ist, da der Beter doch erwartet, die Weisungen Gottes klarer zu verstehen. Und wie sollten wir Gott verstehen, wenn wir nicht auf das Gebet des Nächsten hören?!

Mit dem Bibelwort vom Öffnen der Augen und Ohren will ich die vielen Menschen, die wir hier und in aller Welt erreichen, zusammenschließen. Die Fastenzeit beginnt. Früher war das die Zeit zum Ausgang des Winters bei uns in Deutschland, in der es ohnehin nicht viel zu essen gab. Heute, wo wir das ganze Jahr über gut versorgt sind, würde uns eine Einübung in Verzicht und eine Sensibilisierung für die Unterschiede zwischen dem Teil der Welt, der im Überfluss und dem anderen, der im Mangel lebt, gut tun. Ich biete Ihnen eine solche Übung an: Wenn Sie ohnehin beschlossen haben, in der Fastenzeit auf dies oder jenes zu verzichten, dann leiten Sie das Eingesparte – und vielleicht ein bisschen mehr - an die Gossner Mission weiter. Wir wollen damit dort arbeiten, wo der Mangel besteht.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie das Gebet Ihrer Nächsten hören – wie auch Ihres gehört werden soll. Und mehr: Dass Sie die Aufmerksamkeit Gottes finden, dass Sie sich so erhört und erkannt fühlen, wie Sie eigentlich sein wollen und sein könnten.

Ihr Pfarrer Gottfried Kraatz

Spenden erbitten wir unter dem Stichwort "Fastenopfer" auf das folgende Konto: EDG Kiel (Filiale Berlin) BLZ 100 602 37, Konto 139 300

 

Adressen

Pfarrer Semptner (Vakanzvertretung bis 30.6.) ....................Tel.: 372161

Pfarrerin Metzner (ab 2.7.) ................................................... Tel.: 372756

Büro der Gemeinde: Heimstättenstr. 5 ,15831 Mahlow.........Tel: 374407

Fr.Jaehnert: Die. 10.00-12.00 Uhr , Do 15.00-18.00 Uhr

Friedhofsverwaltung: Dorfstr. 2 , 15831 Mahlow,..................Tel: 39250

Frau Damm: Mo-Sa 9.00 – 13.00 Uhr

Gemeindekirchenrat:

Mahlow:

Erika Damm ..........................................................................Tel.: 39250

Christian Geßner...................................................................Tel.: 372583

Klaus Kühnert (zugleich im Kreiskirchenrat)..........................Tel.: 39200

Michael Reichel ....................................................................Tel.: 374880

Erhard Zielke ........................................................................Tel.: 372228

Glasow:

Helga Bibow ..........................................................................Tel.: 38455

Hans-Walter Ludwig ............................................................ Tel.: 376896

Christine Philipp ....................................................................Tel: 39933

Rosemarie Rauhut ................................................................Tel.: 373400

Margot Wargenau .................................................................Tel.: 38144

Weitere Kontakte :

Kirchliches Verwaltungsamt Berlin-Süd .........................Tel:030-68904-0

Superintendentur Zossen............................Tel.03377-3356-10 , Fax -12

Achtung : neue Kontonummern ! Bitte alle Überweisungen , auch Friedhofsgebühren und Gemeindekirchgeldzahlungen entsprechend aktualisieren

Spendenkonto : Kto.- Nr. 53180 Blz: 100 602 37 bei der EDG Berlin

Empfänger: KKV Berlin-Süd für KG Mahlow-Glasow

" Zweck: Spende für ......" (z.B.Gemeindebrief, Kinderarbeit, Musik, etc.)

Gemeindekirchgeld : Nr. 53180 Blz: 100 602 37 bei der EDG Berlin

Empfänger: KKV Berlin-Süd für KG Mahlow-Glasow

"Zweck: Gemeindekirchgeld Mahlow/Glasow"

Spendenquittungen erhalten Sie am Ende des jeweiligen Jahres.